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Vorbemerkungen

Kein anderer Vortrag, den ich gehalten habe, hat so viele Reaktionen hervorgerufen, wie mein Vortrag zur Schwulen- und Lesben-Frage. Die große Mehrheit aller Rückmeldungen war positiv (selbst vonseiten evangelikaler Christen!). Alle im Folgenden veröffentlichte Feedbacks habe ich sorgfältig anonymisiert. Personen- und Ortsnamen wurden geändert oder gelöscht. Auch die jeweils verwendete Anrede am Beginn der Mails wurde weggelassen.

Es geht mir bei der Veröffentlichung der Feedbacks nicht um persönliche Bestätigung. Es geht mir um die Sache. Ich stufe meinen Vortrag zur Schwulen- und Lesben-Frage nicht nur als dringend notwendig, sondern auch als längst überfällig ein. Die Art und Weise, wie man in konservativen christlichen Kreisen meist mit Schwulen und Lesben bzw. mit dieser Thematik umgeht, ist äußerst problematisch und so nicht länger hinnehmbar. Ebenso problematisch ist es, wie man die Bibel für konservative Interessen instrumentalisiert.

Ich bin in diesem Vortrag leidenschaftlicher als in den meisten anderen meiner Vorträge. Ich möchte zwar auch in diesem Vortrag keine einzelnen Menschen angreifen, wohl aber die konservativen Vorurteile und Engstirnigkeiten aufzeigen. Mir ist es entscheidend wichtig, mich mit den schwulen und lesbischen Menschen zu solidarisieren, die in konservativen Gemeinden viel Leid durchlebt haben. Gegenüber diesem Leid ist es mir relativ unwichtig, ob sich irgendwelche konservativen Christen oder Funktionsträger “auf den Schlips” getreten fühlen. Wer anderen Menschen – bewusst oder unbewusst – jahrelang bzw. jahrzehntelang auf ihrer Seele herumtrampelt, möge nicht so empfindlich sein, wenn er/sie jetzt auch Gegenwind bekommt. Anstatt sich evangelikale Christen freuen, dass schwule und lesbische Christen unter ihnen leben und mitarbeiten wollen, geht man mit ihnen – um es sehr freundlich zu formulieren – ziemlich unbeholfen um. Sie werden oft mehr oder weniger direkt bzw. indirekt hinausgedrängt. Vielen bleibt kaum etwas Anderes übrig, als ihre sexuelle Orientierung zu verschweigen und ein heimliches Doppelleben zu führen. Kann das im Sinne Jesu sein?

Mehrere Christen haben mir in den letzten Monaten gesagt, dass sie in der Schwulen- und Lesben-Frage sehr ähnlich oder genauso denken wie ich. Sie könnten es aber öffentlich leider nicht sagen, weil sie finanziell von evangelikaler Seite abhängig sind. Entweder beziehen sie ihr Gehalt von evangelikalen Einrichtungen, sind auf Spendengelder evangelikaler Christen angewiesen, oder können als Künstler nicht auf evangelikales Publikum verzichten. Ich kann das Dilemma dieser Menschen gut verstehen. Diesbezüglich geht es innerhalb des “evangelikalen Dorfs” genauso zu, wie außerhalb: Es gibt die gleichen Abhängigkeiten, diplomatischen Zwänge und Machtstrukturen. Es menschelt eben überall doch recht deutlich.

Der Vortrag zur Schwulen- und Lesben-Frage

Feedbacks zu meinem Vortrag zur Schwulen- und Lesben-Frage

Sandra, Juli 2016

Ich möchte mich bedanken, dass Sie ihre Vorträge ins Internet stellen. Ohne akademisches Vokabular und für jedermann verständlich bringen sie biblische Wahrheiten auf den Punkt. Ich hätte Sie gerne mindestens 10 Jahre früher kennengelernt und mir den ganzen „Nebel im Gehirn“ erspart. Ich bin zutiefst erschüttert über meine Haltung Homosexuellen gegenüber und vieles mehr. Im Moment geht mir der Boden unter den Füßen weg, was auch gut ist. Mal sehen was kommt.

Birgit, Juni 2016

Über Klaus Douglass bin ich auf deine Vorträge auf YouTube gestossen. Was für ein Segen! Mein Mann hat sich nach 27 Ehejahren als Schwuler geoutet und mich verlassen. Nach einem sehr schmerzhaften Prozess geht es mir wieder viel besser. Er wird mit großem Interesse deinen Vortrag zur Homosexualität hören wollen.

Klaus, Juni 2016

Ich bin stetiger Hörer eurer Vorträge. Mein Einstieg war euer Homosexualität-Vortrag. Habe innerlich immer nur fröhlich „Ja“ gesagt. Und empfehle den Vortrag meinen „betroffenen“ Klienten stets weiter, genau wie das Büchlein von Valeria Hinck. Ich selber bin Theologe mit seelsorglichen und psychotherapeutischen Zusatzqualifikationen. Ich habe ca. 20 Jahre als Gemeindepastor in einer Freikirche gearbeitet und bin jetzt freiberuflich unterwegs. Ich freue mich auf sehr auf eure Vorträge „Worthaus 7“ und eure biblisch und –wissenschaftlich fundierten Antworten auf diese pietistschen fundamentalistischen Gretchenfragen.

Robert, Oktober 2015

Ich schreibe Ihnen tief betroffen, beschämt und doch reich beschenkt! Vielen, vielen, vielen Dank für diesen Vortrag zum Thema Schwule und Lesben! Ich hoffe, dass viele Christen diesen Vortrag hören werden und sich bekehren! Ich denke, dass ich noch ein wenig Zeit brauche und das alles zu verdauen – aber die Nachricht ist definitiv angekommen.

Gott segne Sie überfliessend!

Michael / Michaela, Juli 2015

Ich bin etwa 60 Jahre alt und seit Kindheit ein weibliches Wesen mit Penis. 

Ihren „Schwulenvortrag“ habe ich genoßen und wünsche mir sehr ein Gespräch (Kontakt) mit Ihnen, denn nur als Kind Gottes, erwählt und so gewollt vor Anbeginn der Welt, ist mir ein Friede, wie nur Gott den Seinen schenken kann, möglich geworden.

… Ich weiß, Herr Zimmer, Transsexuelle ist eine noch kleinere Gruppe, jedoch würde ich mich sehr danach sehnen, dazu etwas zu wissen, durch Sie und mit Ihnen. Was alles könnte ich erzählen, all die Bewahrungen und Erlebnisse mit Gott, aber von einer Transe will das leider keiner wissen.

Dennis, Juni 2015

Vielen Dank für ihre ermutigenden Worte aus ihren Vorträgen bei Worthaus! Besonders Ihre Stellungsnahme zum Thema Homosexualität hat mich sehr berührt.

Mario, Mai 2015

Vielen Dank für diesen mutigen, hochinteressanten und sehr fundierten Vortrag zum Thema „Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle“. Ich überlege ernsthaft, diesen YouTube-Vortrag ungekürzt meinen Schülern zu zeigen. Ich hatte mich in der Vergangenheit einmal wissenschaftlich mit demselben Thema beschäftigt und ich kann Ihre Erkenntnisse nur bestätigen. Ich weiß aber auch, da ich sehr intensiv in konvervativ-evangelikalen Kreisen geforscht habe, dass Ihnen sicherlich im Moment, metaphorisch ausgedrückt, der Gegenwind ins Gesicht bläst. Ich hoffe aber, dass Sie die Kraft finden, hier – ganz im lutherischen Sinne – standhaft zu bleiben. Weiter so! Und vielen Dank, dass Sie vielen Schwulen und Lesben, die an Gott glauben, wieder neue Hoffnung geben und das Ausgrenzen beenden.

Janina, Mai 2015

Herzlichen Dank für Ihre Vorträge, sie haben mein Gottesbild und den Blick auf das Leben enorm erweitert und verändert. Ich bin Gott sehr dankbar dies erfahren zu haben.

Bei dem Vortrag über Schwule und Lesben hab ich wieder mal gemerkt, wie ich Gott in meine Schublade pressen will, weil mir manches Angst macht oder ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Vorurteile und Unwissenheit sind keine gute Grundlage sich eine Meinung zu bilden.

Mein Denken verändert sich.

Petra, Mai 2015

Herzlichen Dank für Ihren Vortrag „Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle“ auf Youtube. Wir sind selber von dieser Frage betroffen, unsere Tochter heiratet eine Frau und Ihr Vortrag hat uns ein enormes Stück weitergebracht. Wir haben einiges an Phasen hinter uns. Da wir ein freikirchliches Pastorenehepaar sind, sind wir auf gute Materialien zu diesem Thema angewiesen.

Kirstin, Mai 2015

Ich vermute wegen des Schwulenvortrags bekommen Sie einen deftigen Shitstorm zu spüren.

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr Sie damit Menschen helfen. Ein guter schwuler Freund von uns hat seit dem Vortrag endlich Hoffnung, dass seine Familie sich auf ein Gespräch einlässt, weil er den Vortrag und das Buch von Frau Hinck gelesen bzw gehört hat. Er hat den Vortrag seiner ganzen schwulen Bekanntschaft weitergegeben, die atmen alle auf – endlich, endlich, endlich. Er selbst schreibt mir: dass bei ihm echte Stärkung des Selbstwertes und der Eigenliebe geschieht.

Ich selbst bin auch in direkter Weise davon betroffen und kann wieder durchatmen.

Ich danke ihnen sehr und kann nur wünschen dass Gottes Segen reichlich an sie zurückschwabbt.

Klaus, Mai 2015

Eben habe ich Ihren Vortrag über Homosexualität mir online angehört und ich bin tief berührt über Ihre Darstellung und Erzählungen. … 

Manuela, Mai 2015

Ich möchte mich bei dir herzlich bedanken: dafür, dass du mir persönlich mit deinem Vortrag „Die schwule Frage“ den Rücken gestärkt hast. Ich weiß, dass ich Frauen mehr mag als Männer seit ich 14 bin. Nun bin ich über 30 und habe seit dem dagegen gekämpft, weil mir die Gesellschaft und viele Christen einredeten, dass es falsch sei, so zu lieben. Ich erspare dir Details, nur möchte ich mich wirklich aufrichtig für den großartigen Vortrag bedanken. Der bewirkt einiges Gutes bei mir. Und nicht nur bei mir.

Meine Partnerin und ich hören so gerne deine Vorträge – meist an einem freien Tag, mit einer Tasse Kaffee o.ä. …

Danke, Siegfried, für deine Arbeit, für deine Mut machenden Worte, für deine Beharrlichkeit.

Markus, April 2015

… Durch meine Tochter, aus der Freikirche X, bin ich auf Worthaus aufmerksam geworden. Du hast eine so menschenfreudliche UND von Gott begeisterte Theologie. Wirklich inspirierend.

Ich habe alle Deine Vorträge gehört. Und heute den Schwulen-Vortrag. Ich bin tief getroffen. Ich wünsche diesem Vortrag, dass er ein Erdbeben in der evangelikalen Welt auslöst. Danke für das was Du tust. Gott segne Dich.

P.S.: Ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Mitglied in der Freikirche Y. Bisher dachte ich, in der Bibel sei Homosexualität ja immer negativ konnotiert. Jetzt bin ich befreit und tief betroffen gleichzeitig, weil ich eine lesbische Bekannte noch mehr hätte wertschätzen müssen.

Patrick, Pastor einer Freikirche, April 2015

Ich höre gerade deinen Vortrag zum Thema Schwulen/Lesben. Ich könnt dich knutschen!!! Ich werd diesen Vortrag als Grundlage für ne Predigt im Sommer nehmen. Bin schon gespannt wie das in der evangelikalen Welt so ankommt… 😀😀  Du bist einfach ein Segen. Danke! Du bist einfach ein Geschenk.

Andrea, April 2015

Vielen Dank für diesen bewegenden Vortrag! Es freut mich unheimlich, diese Botschaft aus deutschen Kreisen zu hören. Ich kenne diese Gedanken von Christen aus England (Steve Chalke, Vicky Beeching) und Amerika (Brian McLaren, Rob Bell) und stimme Herrn Zimmer völlig zu: Wir Christen müssen uns schämen für die Ausgrenzung von Minderheiten. Wie lange es dauern wird bis diese Botschaft tatsächlich von der Mehrheit der Christen aufgenommen wird, ist eine andere Frage.

Ich persönlich bin nicht von dieser Thematik betroffen, … aber vielleicht ist es an der Zeit, dass mehr Christen sich zu ihren schwulen Brüdern und lesbischen Schwestern stellen, sowie Herr Zimmer dies in seinem Vortrag getan hat. In den Worten von Steve Chalke: ‚Being secretly or quietly inclusive as a church is simply not good enough! Danke für Eure Arbeit!

Anja, April 2015

Ich finde deinen Vortrag über die Schwulen und Lesben beachtenswert und wegweisend. Leider wird es in unseren Kreisen nicht überall dieses Verständnis geben. Es braucht Zeit zum Umdenken und wir konservativen Christen den Mut, uns ….ja, zu schämen für verkehrte Denkweisen der Vergangenheit und uns auf das zu besinnen, was Barmherzigkeit bedeutet.

Wenn wir unsere „freien“ Gemeinden dazu bringen könnten, irgendwann den Satz ins Schaufenster zu schreiben  „Schwule und Lesben herzlich willkommen!“….dann wären wir den Fussspuren Jesu ein großes Stück näher.

Stefanie, April 2015

Als ich 30 Jahre alt war, hat Jesus in mein Leben eingegriffen. Mein Leben vorher war Alkohol, Kiffen, Party, kriminelle Sachen usw… Gott hat mich wahrhaft gerettet. Ich bin jetzt ca. 50 und habe erst vor ca. 1,5 Jahren angefangen mich als lesbisch zu outen. Für deinen Vortrag über Schwule und Lesben wollte ich mich bedanken. Wir christlichen Schwulen und Lesben sind echt nicht so gut dran in der Christenwelt. Danke, dass du dich so bedingungslos zu uns gestellt hast in deinem Vortrag. Das hat mich zu Tränen gerührt.

Angelika, Pfarrerin, April 2015

Über evangelisch.de bin ich auf Ihren Vortrag in Tübingen zum Thema Homosexualität gestoßen. Danke für Ihre Auslegungen. Die Angaben zum Video habe ich schon vielen Freunden geschickte.

Ihnen weiterhin solch segensreichen Dienst.

Simone, April 2015

Heute habe ich deinen Vortrag auf der Worthaus-Seite über Schwule und Lesben gehört. Er hat mich tief beeindruckt und beschämt. Danke dafür!

Bernd, April 2015

Soeben habe ich ihren Vortrag zur Homosexualität auf der worthaus.org gehört. … Mich hat dieser Vortrag sehr gepackt und ich fand ihn unglaublich spannend. Zuvor dachte ich immer, das zumindest mein Bild davon, wie die Bibel mit der Homosexualität umgeht, eindeutig ist und musste feststellen, das es eindeutig falsch ist. Vielen Dank für diesen Vortrag (und auch weitere die Sie schon gehalten haben), ich kann ihm vollständig zustimmen! …

Nadine, April 2015

Ich (Theologin und Lesbe) möchte Ihnen ein riesengroßes Kompliment zu diesem Vortrag aussprechen: Alle missbrauchten Bibelstellen gut aufgeschlüsselt, und dann die Einladung zum Schämen, all das mit erkennbarem Engagement vorgetragen – ich hoffe, dass das viele erreicht, die es erreichen soll.

Uwe, April 2015

Gestern Abend hatte ich die Gelegenheit, mir Ihren Vortrag über „Die Schwulen-Frage“ bei Worthaus anzuhören. Von Herzen möchte ich Ihnen für diesen Vortrag danken. Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen. Es ist schade, dass es im freikirchlichen Bereich wohl leider noch lange dauern, bis sich diese Erkenntnisse durchsetzen wird.

Ralph, April 2015

Dein neuster Vortrag ist das Beste, was ich zum Thema Homosexualität gehört habe. Wir sind Teil einer Diskriminierungsbewegung. Ich schäme mich in Grund und Boden. Die Zeit wird reif.

Marina, April 2015

… Ich bin Mutter einer lesbischen Tochter, selbst streng katholisch aufgewachsen, später wurde ich Mitglied in einer ev. Landeskirchliche, „bibeltreuen“, sehr moralisierenden Gemeinde.

Als meine Tochter sich vor einigen Jahren geoutet hat, war dies tatsächlich ein Schock, hatte man mir doch mein Leben lang eingbleut, dass dies Sünde und grundfalsch sei. Nun erlebte ich bei meiner Tochter aber v.a. nachdem sie ihre jetzige Partnerin kennengelernt hatte, dass sie eine so positive Verwandlung mitgemacht hat. ….

Ich bin Ihnen unglaublich dankbar für Ihre kritischen Worte und würde mir wünschen, dass dieser Vortrag zum Pflichtprogramm JEDER christlichen Gemeinde wird.

Claudia, Februar 2017

Wie aus dem Gefängnis befreit:

Ich bin in einem sehr gläubigen Elternhaus in Schwaben aufgewachsen. Vater und Mutter waren Säulen der Gemeinde, jeder der Großfamilie hatte ein Amt in der Gemeinde. Ich habe gelernt, dass der Gipfel der Verfehlungen Homosexualität ist.

Mein Sohn hat eine tiefe, lebendige Beziehung zu Christus. Irgendwann wurden seine schlimmsten Befürchtungen war, dass er sich für Frauen nicht interessiert und er hat sich in einen Mann verliebt. Wir haben es schon lange gespürt. Ich wusste immer schon, dass es nicht sein kann, dass Gott ihn dafür verachtet. Ich musste zusehen, wie sehr mein Kind leidet und verzweifelt, an der Frage, wieso Gott ihn deshalb verachten soll. Wieso soll er ein Gräuel in Gottes Augen sein, er hat sich das nicht freiwillig ausgesucht und er hat sich nicht „dafür oder dagegen“ entschieden.

Nachdem wir den Vortrag „die schwule Frage“ bei Worthaus gesesehen haben konnten wir endlich aufatmen. Auch das Buch von Valeria Hincks – Streitfall Liebe – hat uns gezeigt, dass Gott jedem von uns seine Liebe schenkt. Ich habe allen Schwulen, die ich kenne, den Vortrag empfohlen. Das hat in unserer Stadt eine regelrechte Welle ausgelöst. Der Vortrag wird wie eine wertvolles Juwel von einem zum andren weitergegeben. Menschen, die schon längst mit einem Gott der sie scheinbar hasst, nichts mehr anfangen können beginnen endlich aufzuatmen. Endlich, Endlich. Ein Freund hat seiner Mutter und seinem gläubigen Bruder am andren Ende der Welt den Vortrag geschickt. Nach Jahren der Stille erklären sich diese bereit, nun doch mal mit ihm darüber zu sprechen, ob Gott nicht vielleicht doch barmherzig mit ihm sein könnte. In unserer Stadt haben so viele Menschen Erleichterung und Befreiung erfahren. Wir und viele viele andere können wieder aufrecht gehen.

Heiko, Juni 2016

Zunächst ein ganz ganz dickes Lob für Ihre Ausführungen zum Thema Homosexualität. Ich selbst habe einen schwulen Bekannten, mit dem ich lange Jahre die Schulbank gedrückt habe (und von dessen Schwulsein ich nicht mal was ahnte). Er hat sich nach dem Abi geoutet und hat seitdem größte Probleme mit seinem Vater. Ein anderer Klassenkamerad wurde an einem Schwulentreffpunkt in X erschlagen. Offenbar hat man ihm dort aufgelauert. Die Dinge sind so, wie Sie sie in Ihrem Vortrag geschildert haben.

Ich bin promovierter Physiker und lehre im Universitätsstudiengang X an der Universität Y. … Sie selbst liefern in Ihren Vorträgen Fakten. Denken müssen die Zuhörer schon selbst (Das wird einem in konservativen Kreisen oft abgenommen).

Markus, Juni 2016

Zu meiner Person: Ich bin mitte 20 und bin homosexuell. Meine Mutter ist deutsche mein Vater hat Migrationshintergrund. Ich arbeite als Handwerker. Dass diese Konstellation immer wieder für mich mit Hürden verbunden ist, ist praktisch schon vorprogrammiert! Immer wieder ist man verbalen Attacken ausgesetzt und geht sogar soweit, dass man sich in seiner Existenz bedroht sieht wie es mir schon in der Arbeit ergangen ist. Bevor ich in diese Misere in der Arbeit gekommen bin dachte ich immer, dass das allgemeine Gleichbehandlundsgesetz überflüssig ist, da man auf Beleidigungen sowieso nicht antwortet, ob hetero oder schwul ist hierbei egal. Doch seither weiß ich wieso es wichtig ist. Der Grund ist: WILLKÜR!!!

Ich bin auf Sie über Youtube aufmerksam geworden.
Auch wenn ich nicht so Bibelinteressiert bin finde ich ihren Vortrag in seiner Argumentation sehr informativ und vor allem aufklärend! Ein Gedankengut, dass ich gerne in dieser Ausführung mal in den Massenmedien sehen möchte! Sie holen ja wirklich so weit aus und packen das Problem tief unten an der Wurzel und hebeln dadurch jedes homophobe Denken aus.

Andreas, Juni 2016

Ich habe das Bedürfnis Ihnen zu schreiben. Ihr Vortrag zum Thema Homosexualität hat mich sehr bewegt. Seit meinem 8 Lebensjahr wusste ich das ich anders bin. Ich wuchs in einer streng gläubigen Familie auf, bibeltreu oder fundamentalistisch trifft es wohl am ehesten und ich wusste genau, dass es schwer werden würde, mich bei meinen Eltern zu outen. Mit 17 outete ich mich vor meiner Mutter und sie fing an zu weinen. Es kam eine schwere Zeit auf mich zu und der Kontakt zu meinen Eltern brach gänzlich zusammen. Meine Geschwister lästerten über mich, meine Großeltern schämten sich für mich und so stand ich lange alleine da. Ich glaube schon seit meiner Kindheit an Gott und immer wieder war in mir dieser Kampf, ob ich mein Leben leben darf oder ob ich Sündige und verdammt bin, ich fühlte mich elend. Meine Eltern wollten mich zu der Organisation „Wüstenstrom“ schicken und kauften mir Bücher über schwule Männer, die Hetero geworden sein sollen.  Über die Jahre verlief sich alles und meine Familie verdrängte das Thema komplett, bis heute. Als ich dann Ihren Vortrag hörte, fühlte ich mich plötzlich glücklich, dafür wollte ich Ihnen danken. Jetzt weiß ich, dass ich mein schwulsein und mein Glauben sich nicht im Wege stehen, obwohl es schwer ist in eine Gemeinde zu gehen, in der man nicht sein darf, wer man ist. Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann meine Familie, durch Ihren Vortrag zu überzeugen und sie wieder in mein Leben einbinden zu können. Mein größter Wunsch wäre, wenn ich irgendwann mit meinem Freund und meiner Familie an einem Tisch sitzen, lachen und essen könnte. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Worte, den Mut den Sie mir gemacht haben. Ich werde für Sie und Ihre Arbeit beten.

Marco, Januar 2016

Mit diesem E-Mail möchte ich einfach ausdrücken, wie dankbar ich für Worthaus bin.

Ich bin schwul und Pastor in einer konservativen Kirche. Diese drei Dinge gehen nicht ohne Spannung zusammen. Ich habe eine sehr schwere Zeit durchgemacht: ich bin in der Mitte meines Coming-outs, und damit zusammen der Veränderung meines Lebens. Wissen Sie, meine Kirche ist nicht besonders offen für Schwulen (Obwohl meine Gemeinde eine wunderbare Ausnahme ist!). Als ich diese Ausgrenzung erfahren hatte, gab es Augenblicke, in denen ich völlig verzweifelt und meinen Glauben fast verloren hatte.

Und dann kam Hilfe in vielen Formen. Zum Beispiel, Ihr Vortrag „Die Schwulefrage“ war ungeheuer wichtig für mich, damit ich nicht glauben müsse, dass Gott auf mich wütend sei. Und dass es möglicherweise Wege gibt, ein gerechter Mann zu sein/bleiben/werden, trotz meiner Schwulheit. Danke sehr!

Seitdem habe ich zahlreiche andere Vorträge von Worthaus gehört. Sie haben mir neue, frische theologische Perspektive gegeben, womit ich mich viel reicher fühle. Danke, Dr. Zimmer, dass Sie es irgendwie geschafft haben, die Barmherzigkeit und die Wissenschaft zusammenzubringen. Das wird für mich für immer ein Vorbild sein.

Uwe, Januar 2016

Durch Zufall bin ich bei der Suche nach christlichen Themen bei YouTube auf ihren Vortrag gestoßen. Sie haben mir als schwulen (über 70 Jahre) aus dem Herzen gesprochen. Zum Schluss habe ich so weinen müssen, weil all das Leid, das ich durchgemacht habe, wiederhochgekommen ist. Heute, nach missglückter Ehe bin ich dank Gottes Fürsorge seit 2 Jahren mit einem Mann verpartnert. Als ich damals in gegenseitigem Einverständnis geschieden worden bin, flog ich wegen „unmoralischem Lebenswandel“ aus mehreren Vereinen hinaus. In meiner Kirche bin ich durch den Stadtpfarrer als verpartnerter Sünder gebrandmarkt worden und ich betrete sie nicht mehr.

Ihr Vortrag kann nicht genug gehört werden. Sie sind ein Werkzeug Gottes. Ich verneige mich tief vor ihnen, an ihren Worten ist Gottes Liebe spürbar. Seien sie herzlich bedankt für ihren Mut, die Dinge beim Namen zu nennen.

In der Freude, so einen für uns kämpfenden Menschen erlebt zu haben, grüße ich Sie.

Torsten, September 2015

Ich bin heute auf Ihren Vortrag „Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle“ im Internet gestoßen. Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken.

Ich habe heute die Apostelgeschichte und den Römerbrief gelesen und bin eben im Römerbrief auf eine dieser Stellen  – wieder einmal – gestoßen. Danach war ich – wie schon so oft – sehr verzweifelt, so sehr, dass ich zu weinen anfing und mir dachte, dass mein Leben vollkommen sinnlos ist, da ich niemals unter Gottes Gnade fallen werde.

Ich habe dann im Internet nach Hilfe gesucht, nach Menschen denen es gleich geht wie mir. Ich fand bislang keine konfessionsunabhängige christliche homosexuelle Gruppe, habe aber glücklicherweise Ihren Vortrag gefunden. Das hat mich aufgebaut, wenngleich ich sicher wieder einige Zeit brauche, um mich wirklich wieder gefangen zu haben.

Ich hatte mich immer wieder mit dieser Thematik auseinandergesetzt und auch schon ähnliche Erklärungen gefunden, es blieb aber immer ein Rest Zweifel, da diese für mich nicht bis zur Gänze logisch waren. Ihr Vortrag jedoch ist brillant in seiner Erklärung und macht mir große Hoffnung.

Ich bin Mitte 40 und hatte nur einmal eine kurze Beziehung zu einem Mann, weil ich mich immer schuldig fühlte. Ich bin froh, dass es Menschen wie Sie gibt. Ihre Erläuterungen gegen Ende des Vortrags, wie es einem Menschen wie mir geht, sprechen mir aus der Seele. Ich habe mich noch nie so verstanden gefühlt, wie da.

Dominik, August 2015

Von Herzen vielen Dank gerade zu Beginn. Sie haben mich tief bewegt und in mir meinen Glauben gestärkt.

Ich bin Mitte 30, schwul, „verheiratet“ (eingetragene Partnerschaft). Als Kind zuerst zum katholischen Glauben erzogen, verlor ich ihn mit dem Aufwachsen schnell, war skeptisch. Als ich um 20 herum mein Schwulsein in mir verstand und nach Depressionen und auch suizidalen Phasen habe akzeptieren können (von meiner nahen Umwelt wurde ich schneller akzeptiert, während ich innerlich länger kämpfte), war für mich klar, meine Sein und die katholische Kirche waren nicht länger vereinbar und ich trat aus der Kirche aus.

Gestern sah und hörte ich Ihren Vortrag, wurde tief bewegt und berührt. Ich bin Ihnen für Ihre Ausführungen und das Teilen tief dankbar. Ich habe geweint und bleibe mit einem tiefen Frieden in mir zurück und kann glauben, dass diese, Ihre Folgerungen auf fruchtbare Böden fallen können in den Herzen vieler Menschen. Von Ihnen zu hören, was in meinem Herzen eigentlich schon immer geglaubt oder gehofft war, war heilend. Ich fühle mich versöhnt mit meinen christlichen Wurzeln und glaube, sie wieder beleben zu dürfen.

Von Herzen vielen Dank, dass sie forschen, denken, glauben und in verständlichen Worten teilen. Ich würde mir wünschen, noch viele hören Ihre Gedanken. Ich wünschte mir Übersetzungen in Englisch, damit noch mehr Menschen und Herzen erreicht werden. Aber das sind nicht Wünsche an Sie – das wünsche ich mir von uns allen.

Niklas, Mai 2015

Sicherlich haben Sie schon viele Rückmeldungen bekommen zu ihrem Vortrag „Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle“.

Ich schreibe ihnen, weil ich Ihnen sagen möchte, dass sie mir „aus dem Herzen gesprochen haben“ und weil ich selbst ein Stückchen getröstet wurde, angesichts meiner Traurigkeit, meiner Wut und meinem Entsetzen, wie Homosexualität in der konservativen Szene oft abgekanzelt wird und das ohne überzeugende Begründungen.

Ich selbst habe oft Begegnungen mit evangelikalen Christen und Gemeinden. Es schmerzt mich zu sehen, wie oft mit der Bibel umgegangen wird – für mich eine „Vergewaltigung der Bibel“ – und bin erschüttert, dass oft nicht die Konsequenzen durchdacht werden, die aus einem engen Biblizismus hervorgehen.

Ich möchte eintreten für das Recht von Schwulen und Lesben. Sie nicht nur akzeptieren, sondern sie als vollwertiges Gemeindemitglied behandeln ohne Grenzen zu setzen etwa in Hinsicht auf Leitungspositionen oder Mitarbeit in der Gemeinde. Ich hoffe, dass die evangelikale Welt in der Reife wächst, dass sie wieder den Menschen ins Zentrum rücken und nicht ihr Gedankengebäude vom Willen Gottes (hier schließe ich mich selbst mit ein).

Jörg, Mai 2015

Ich bin etwa 40 Jahre alt. Vor drei Jahren lernte ich meinen lieben Mann kennen. Meine sehr konservative Familie lehnt dies/mich/uns ab. Eine größere Freikirche in X, in der ich 10 Jahre ehrenamtlich wöchentlich 20-30 Stunden arbeitete, warf mich kurzerhand raus.

Sehr allein habe ich mich durch die Bibel gekämpft. „Streitfall Liebe“ von Valeria Hinck war meine einzige Literatur. Aber da war niemand, der mich unterstützt hat. Keiner, der sich fragte. Viele spürten, die Spannung zwischen der Liebe zum Menschen und der angeblichen Wahrheit des Wortes Gottes. Aber es gab niemanden, der sich konstruktiv mit mir darüber unterhalten hätte.

Ihr Vortrag war eigentlich nichts neues für mich. Allerdings hab ich diese Auffassung zum ersten Mal von jemanden anderen gehört, also quasi von der Kanzel gehört. Können sie sich das vorstellen? Zum Ersten Mal gehört? Nach etwa 40 Jahren?

Es hat mein Gottesempfinden extrem verändert. Obwohl ich mir vorher sicher war, das Gott kein Stress hat mit meiner Homosexualität, war da immer eine Angst „und wenn Gott mich doch Verdammt, weil ich irgendwas übersehen habe“. So viele anderen können doch nicht Unrecht haben?! Ich habe mich oft schlecht gefühlt und – hätte ich gekonnt – ich hätte Gott gern den Rücken gekehrt.

Jetzt haben Sie das alles ausgesprochen was ich denke. Ich fühle mich bestätigt. Es macht mich selbstsicherer. Ich bin anders geworden. Ich bin einfach viel zufriedener und – ja, Glücklicher?

Die Christen habe ich oftmals als unbarmherzig kennengelernt. Und ich ahne nicht, wie viel Druck Sie gerade aushalten müssen durch Angriffe und Kommentare. Schauen sie: meine eigene Mutter lehnt ihren Sohn ab; und sie ist verwandt mit mir. Wie gehen dann andere mit Ihnen um?!? Meinen höchsten Respekt!

Bitte sagen Sie weiter das, was Ihnen auf dem Herzen ist. Danke Danke Danke für Ihre Worte! Danke, dass Sie sich zur Zielscheibe gemacht haben für – für mich/uns!

Ulrich, April 2015

Ich habe Ihren Vortrag im Worthaus zur Frage „Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle“ online gesehen. Ihr Vortrag hat mich sehr beeindruckt und mir neuen Mut gegeben. Aufgewachsen bin ich in einem christlichen Umfeld und der christliche Glaube ist für mich eine wichtige Quelle meines Lebens. Leider, musste ich traurige und schmerzhafte Erfahrungen in meinem christlichen Umfeld machen, was die Meinung und der Umgang mit Homosexulität betrifft. Mich verletzte es sehr, dass es immer noch so viel Abwertung und Ablehnung von Vertretern der Kirche zu hören ist. Ich stelle mir die Frage, wie es zu einer so starken Ablehnung gegenüber Homosexuellen in Teilen unserer Kirche kommt und warum die Bibel als Argumentationsmittel bzw. Gott als Machtinstrument benutzt wird?

Ich wünsche mir, dass es allen bewusst wird, dass durch verletzende Aussagen zum Thema Homosexualität, Menschen zutiefst verletzt werden und das Menschen dadurch immer wieder an ihrem Selbstwert zweifeln, mir geht es so. Und gerne möchte ich mich als Mensch von Gott zu 100 % geliebt fühlen, statt nur zur 50 %, wie ich es an vielen Tagen erlebe.

Ich leide so stark unter der Ablehnung der Kirche. Ich wünsche mir so sehr, dass es irgendwann aufhört, dass Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung abgelehnt werden. Dies ist doch nur ein Teil meiner Persönlichkeit, aber warum werde ich darauf reduziert? Ich bin als Mensch doch noch viel mehr als meine Sexualität. Es gab für mich nie eine Entscheidungsmöglichkeit, weil Homosexulität ein Teil der „sehr guten“ Schöpfung ist. Ich sehne mich nach Würdigung und hoffe, dass meine gelebte Partnerschaft Anerkennung findet, weil wir diese Partnerschaft in Liebe, Treue, Verantwortung und in Vertrauen vor Gott leben.

Vielen Dank für Ihren Mut!

Erik, April 2015

Soeben habe ich deinen Vortrag zum Thema Homosexualität gehört und bin dankbar für jedes deiner Worte. Es tut so gut, Menschen zu begegnen, die so gar kein Problem mit Menschen haben, die schwul oder lesbisch sind. Solche Menschen zu finden, ist für mich gerade lebensnotwendig, da sich mein Leben in den letzten Jahren ziemlich verändert hat. Aber vielleicht eins nach dem anderen…

Ich bin Christ, Vater und schwul. Mein ComingOut vor einigen Jahren hat mein Leben und das meiner Familie komplett auf den Kopf gestellt. Nach über zehn Jahren Ehe war es ein Nicht-mehr-Schweigen-können, was dazu führte, endlich mit der Wahrheit als Licht zu kommen. Ich hatte immer Panik vor diesem Moment, da ich ständig in der Angst lebte, alles zu verlieren, was mir lieb und wert war. Aufgewachsen in einer christlich konservativen Familie und Gemeinde, bekam ich von klein auf die offizielle Sichtweise eingeimpft: Homosexualität ist Sünde. Pervers. Nicht gottgewollt. – Es gab für mich nie die Option, mich auch nur annähernd auf meine Gefühle einzulassen, geschweige denn sie zu genießen und eine Hoffnung auf eine liebevolle Partnerschaft zu entwickeln.

Aber die Sehnsucht, irgendwann einmal einen Menschen zu finden, der mich so liebt, wie ich bin – und nicht nur, wie ich vorgab zu sein – schien für mich unerreichbar. Es ist eine lange Geschichte, wie du dir vielleicht vorstellen kannst. Und sie ist noch lange nicht zu Ende, sondern sie beginnt gerade erst :-)

Mein Leben ist nicht einfacher geworden, aber ehrlich, wahrhaftig. Es fühlt sich endlich richtig an! Die Jahre der Einsamkeit und der Verschwiegenheit waren scheiße, sorry …

Inzwischen ist viel passiert und ich bin froh, dass ich sagen kann, dass ich mit meinem Schöpfer im Reinen bin. Auch wenn das manche um mich herum noch lange nicht nachvollziehen können. Gerade meine Eltern tun sich da sehr schwer mit.

… Vielleicht kennst du den Film ,Prayers for Bobby‘? Ein Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht und an dessen Ende die Mutter eines schwulen Sohnes, der sich aufgrund ihrer Ablehnung das Leben nahm, selbst aufmacht und ihren Glauben hinterfragt und sich einsetzt für die Schwulen und Lesben ihrer Umgebung. – Diesen Traum habe ich – ich möchte nicht nur toleriert oder irgendwann akzeptiert werden. Nein, ich möchte geliebt sein. Und das nicht als ewig verlorener Sohn, sondern genauso wie ich bin.

Danke für deine mutigen Worte.

Dirk, April 2015

Gerade habe ich mir Ihren Vortrag „Die schwule Frage“ bei YouTube angeschaut und angehört, auf den ich über ein Posting bei Facebook gestoßen bin. Ich möchte Ihnen von ganzem Herzen danken für Ihre theologisch so fundierten, glasklaren und dann auch so tief seelsorgerlichen Worte.

Ich will ganz offen sein. Ich habe geweint am Ende diesen Vortrags. Denn da kam so viel wieder hoch, all diese Ängste, all dieses Verstecken, die Heimlichkeiten, die Selbstzweifel, das Wundschürfen der Seele. Ich habe – dem Herrn sei Dank – die Kurve gekriegt, mich als schwul zu outen, aber es war ein langer Weg.

Ich bin jetzt etwa 60 Jahre alt. Seit meiner Jugendzeit weiß ich eigentlich, dass ich schwul bin. Aber das durfte ja nicht sein – aus gesellschaftlichen Gründen zunächst. Dann, mit etwa 20 Jahren, hatte ich eine tiefe Bekehrungserfahrung, die mein Leben völlig umkrempelte. Ich schloss mich einer Freikirche an, dann studierte ich Theologie und wurde Pastor, zunächst bei X, dann bei Y. Schwulsein ist dem Herrn ein Gräuel, es ist zutiefst sündig … ich habe das selbst geglaubt und mich selbst bekämpft. Ich habe geheiratet und bin Vater. Ich war gerne Pastor und ich denke, dass ich auch in den verschiedenen Gemeinden einen guten Dienst getan habe.

Vor einigen Jahren bin ich dann zusammen gebrochen. Nichts ging mehr. Ich sehe diesen Burnout heute als die Notbremse Gottes für mein Leben. Jetzt endlich habe ich mein Leben aufgeräumt und hatte mein Coming-out. Meine Frau und ich haben uns in Frieden getrennt und sind heute noch gute Freunde. Meinen Beruf als Pastor war ich aber los. …

Ich habe versucht, mein Leben aufzuarbeiten. Heute bin ich Mitglied einer Freikirche, wo Schwule und Lesben willkommen sind und wo ich auch immer wieder einmal um die Predigt gebeten werde. …. Ich bin sehr froh, die Kurve gekriegt zu haben. Dennoch ist da des öfteren das quälende Gefühl, so viel Leben vergeudet zu haben. Ich habe auch vor meinem Coming-out sicher manches Schöne erlebt, es gab auch da manches Gute, aber es war dennoch ein leben, das eigentlich nicht meines war, ein Leben auf dem falschen Ufer. Vierzig Jahre bin ich vor mir davon gelaufen. Und das lässt mich im Rückblick ein tiefes Bedauern verspüren.

Es war für mich schön, in Ihrem Vortrag vieles von dem zu hören, was mir seinerzeit klar geworden war. Ich danke Ihnen noch einmal für diesen Vortrag und wünsche Ihnen für Ihren Dienst weiterhin den Segen unseres guten Gottes.

Frank, April 2015

Über einen Facebook-Link bin ich zu ihrem Vortrag über „Die schwule Frage“ bei Worthaus gestoßen. Heute hatte ich etwas Zeit und habe ihn mir angehört, obwohl ich gedacht habe: „Das Thema ist für mich durch und langweilt mich eigentlich.“ Aber dann hab ich aufgeräumt und dabei ihnen zugehört und bin jetzt ganz begeistert. Ich teile Ihre biblische Exegese und Ihr Schlussfolgerungen voll und ganz. Aber das war mir im Grunde schon vorher klar.

Was Sie bei mir ausgelöst haben war wieder ein Brennen für diese Frage und damit auch eine „positive Wut“ auf diejenigen, die Menschen dafür hassen, dass sie andere Menschen lieben.

Dafür bin ich Ihnen dankbar, denn im Laufe der Zeit wird man irgendwie auch müde und lahm. Aber Ihr Vortrag hat mich wieder aus dem Sessel geschleudert. …

Also, herzlichen Dank für Ihre Frischzellenkur, und auch dem Team von Worthaus für das Bereitstellen des Podcasts.

Klaus, April 2015

Der Grund meines Schreibens ist das veröffentlichte Referat zum Thema „Homosexualität“. Darauf hatte ich schon gewartet.

Zeit meines Lebens war dieses Thema für mich nicht bedeutsam, so dass ich mir kaum Gedanken darüber machte. Doch vor vier Jahren bekam das Problem plötzlich ein menschliches Gesicht. Ein sehr engagierter Mitarbeiter einer Nachbargemeinschaft outete sich und ging eine Lebenspartnerschaft mit einem Mann ein. Er wurde sofort von aller Mitarbeit entbunden. Das rüttelte mich auf und ich begann, mich mit dem Problem (menschlich und theologisch) zu beschäftigen.

Als ich dann bei einer Gelegenheit öffentlich um Verständnis für die inneren Kämpfe junger Christen, die ihre Homosexualität entdecken, warb, kam ein völlig verzweifeltes Elternpaar zu mir, deren Sohn sich als schwul bei ihnen geoutet hatte. Jetzt fühlte ich mich endgültig gefordert. Langer Rede kurzer Sinn: Ich bekam eine völlig neue Sicht auf die Dinge. Doch den eigentlichen Schlüssel fand ich in der Frage: Wer und wie ist eigentlich Gott? Da wurde mir wirklich eine Horizonterweiterung geschenkt.

Den Verantwortlichen des Gemeinschaftsverbandes hat das allerdings gar nicht gefallen, und nach vielen Gesprächen bekam ich dann Verkündigungsverbot.

Ihr diesbezüglicher Vortrag hat nun meine menschliche und theologische Sicht erneut bestärkt. Dafür bin ich Ihnen dankbar. Und ich möchte aus einer E-Mail einer Bekannten zitieren:

„…hab‘s grad angehört und bin sehr berührt davon. Mir sind dabei große Steine vom Herzen gefallen und ich hab wieder Mut bekommen, den Vorurteilen mutig entgegenzutreten. Und ich bin dankbar, dass wir unseren Sohn nicht vor den Kopf gestoßen haben und wir so ein gutes Miteinander haben. Darüber bin ich so froh. Ich könnt jetzt grad weg heulen. Ich hoffe sehr, dass dieser Vortrag Vielen die Augen öffnen wird. Wenn auch erst die der nächsten Generation – wegen des „konservativen Röhrenblicks.“

Uli, April 2015, Kommentar auf einer Homepage (Link)

Zu dem Schwulen-Vortrag las ich auf YouTube vor kurzem einen Kommentar einer homosexuellen Frau, die sinngemäß schrieb, Prof. Zimmers Vortrag habe sie zu Tränen gerührt. Sie habe vor vielen Jahren ihren Glauben an Gott verloren, weil sie so viel Ablehnung von christlicher Seite erfahren habe. Durch diesen Vortrag spüre sie nun zum ersten Mal wieder eine Möglichkeit, innerlich an ihre Beziehung zu Gott anzuknüpfen.

Bei mir war es genau umgekehrt: Ich habe seit meiner Teenagerzeit eisern an Gott festgehalten – oder besser er an mir – und meine evangelikal-charismatischen Kreise nie wirklich verlassen, weil mir die Geschwister und die Gemeinschaft dort existenziell wichtig waren und sind. Dafür habe ich den Preis gezahlt, über zwanzig Jahre lang vor mir selbst und vor anderen zu verstecken, wer ich im Inneren bin. Die Folgen waren nicht enden wollende Depressionen über die ganze Zeit hinweg und ziemlich viel Verzweiflung an Gott und an meinem Leben.

Prof. Zimmer fasst nicht nur sehr gut und allgemeinverständlich (und unterhaltsam…) zusammen, wie man die Bibelstellen zum Thema Homosexualität aus dem kulturellen Kontext der Antike heraus ganz neu verstehen kann. Das aus meiner Sicht noch viel Wichtigere ist: Ich habe noch niemals in meinem Leben einen heterosexuellen Christen aus dem konservativ-evangelikal-pietistisch-pentekostalen Lager erlebt, der so einfühlend und mit solch einer echten Wertschätzung über und vor allem mit (!) homosexuellen Geschwistern spricht. Wirklich noch niemals.

Wir brauchen nicht immer wieder die gleichen exegetischen und/oder schöpfungstheologischen Belehrungen von „nichtbetroffenen“ Geschwistern, warum Gott unser Wesen und unsere Gefühle hasst oder vielleicht gerade so duldet, solange wir als fromme Singles undercover leben und möglichst niemandem erzählen, was wirklich in uns vorgeht, oder gar eine zum Scheitern verurteilte Ehe mit jemandem des anderen Geschlechts eingehen. Wir brauchen heterosexuelle Geschwister wie Prof. Zimmer, die mit Worten und Taten eine „Wall of Love“ um uns bauen.

Wir brauchen Geschwister, die unsere Last der ständigen Abwertung durch die wichtigsten Menschen in unserem Leben als ihre eigene Last begreifen und tragen helfen statt sie zu vermehren. Wir brauchen Geschwister, die in ihren homosexuellen Mitmenschen zuerst Jesus selbst sehen können – und sich dann erst überlegen, ob Jesus gern von ihnen erklärt bekommen möchte, warum Gott seine Persönlichkeit als Folge der Gottlosigkeit dieser Welt ansieht und ablehnt.

Ich hoffe so sehr, dass die Christenheit irgendwann so weit ist, dass Jesus zu ihr einmal sagen kann: „Ich war homosexuell, und ihr habt mich nicht abgeurteilt oder zum Verschweigen gezwungen. Ich war homosexuell, und ihr habt meine Selbstzweifel, meine Einsamkeit, meine Suizidalität und meine Beschämung getragen. Ich war homosexuell, und ihr habt mir meine Würde wiedergegeben…“ Danke an Prof. Zimmer für diesen Vortrag!

Daniel, April 2015

Vielen Dank für diesen fundierten und auch engagierten Vortrag. Ich bin Vater eines schwulen Sohnes, den ich von Herzen lieb habe und sein Partner ist „der Schwiegersohn“ den sich Eltern wünschen :-)  

Noch vor drei Jahren hatte ich eine so klare frei evangelische Meinung über Schwule – aber das Outing meines Sohnes hat die Welt ins Wanken gebracht und ich bin froh, dass sie sich – auch dank Menschen wie Ihnen – wieder beruhigt hat.

Das Buch von Frau Hinck hat mir dazu wichtige Erkenntnisse gebracht. Ganz langsam sehe ich in unserer Freikirche eine Öffnung „von unten her“ – die Oberen trauen sich nicht, das Altbekannte zu verlassen. Aber viele Geschwister bekennen, dass sie keine „Probleme“ mit Schwulen und Lesben haben. Ich hoffe, ich erlebe es noch, dass es uns völlig egal ist, welche sexuelle Orientierung jemand hat …

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