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Im Jahr 2010 trafen sich in einer Bielefelder Privatwohnung eine Gruppe von Christen unterschiedlicher Prägung. An diesem Treffen nahm auch ich teil. Diese Gruppe wurde durch eine Vision zusammengeführt, die sie gemeinsam in die Tat umsetzen wollte. Sie gaben ihrer Vision den Namen „Worthaus“. Initiator und federführend ist Martin Christian Hünerhoff.

Die Idee von Worthaus besteht darin, Vorträge über zentrale Themen des christlichen Glaubens kostenlos im Internet einem weltweiten, deutschsprachigen Publikum visuell und audiell anzubieten. Die Vorträge sollen wissenschaftliche Qualität haben, zugleich aber allgemeinverständlich sein und geeignet, auch bei einem säkularem Publikum Interesse und Neugier an der Frage nach Gott zu wecken.

Das Projekt Worthaus ist unabhängig von kirchlichen Interessen und basiert auf der Freiheit des kritischen Denkens. Bei den Vorträgen geht es weniger um akademische Bildung im üblichen Sinn, sondern darum, das ABC des christlichen Glaubens neu zu entdecken. Die Verbindung zur theologischen Wissenschaft und zu den Universitäten ist dabei von grundlegender Bedeutung. Worthaus möchte jede Form religiöser Enge und Engstirnigkeit vermeiden und einen unverstellteren Blick auf die Entstehungsgründe und die Eigenart des christlichen Glaubens fördern.

In den ersten Jahren von Worthaus war ich weitgehend der einzige Referent. In den darauffolgenden Jahren haben wir aber – über meinen Kollegen und Freund Dr. Thomas Breuer hinaus – eine Reihe von Universitätsprofessoren zu Vorträgen im Rahmen dieses Projekts gewinnen können. Von evangelischer Seite handelt es sich dabei um die Kollegen Wilfried Härle, Manfred Oehming und Michael Welker (Heidelberg), Marco Frenschkowski, Andreas Schüle und Peter Zimmerling (Leipzig). Von katholischer Seite handelt es sich um die Kollegen Klaus von Stosch (Paderborn), Simone Paganini (Aachen) und Stefan Schreiber (Augsburg). Außerdem haben wir auch Prof. Dr. Thorsten Dietz von der Theologischen Hochschule Tabor (Marburg) zu Vorträgen im Rahmen unseres Projekts gewinnen können.

Die Arbeit von Worthaus vollzieht sich vor allem in der Form fünftägiger Jahrestagungen, deren Vorträge vor Ort gefilmt und anschließend im Internet veröffentlicht werden. Diese Jahrestagungen fanden in den ersten Jahren in Weimar statt (Anna Amalia Studienzentrum; Goethe-Haus), seit 2014 in Heidelberg (Musik- und Singsschule). Die Tagungen beginnen jeweils am Freitagabend und enden am darauffolgenden Dienstag mit dem Mittagessen. In der Regel werden im Rahmen dieser Jahrestagungen zwölf Vorträge angeboten. Es besteht auch die Gelegenheit zu Rückfragen an die Referenten. Diese Diskussionsrunden werden aber nicht für die Öffentlichkeit dokumentiert. Die Abende sind frei und bieten Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bzw. zum Nutzen kultureller Angebote.

In den ersten beiden Jahren von Worthaus (2011/12) stand Jesus aus Nazareth, die zentrale Gestalt des christlichen Glaubens, im Mittelpunkt. Die dritte Jahrestagung (2013) widmete sich der Erzählung von Adam & Eva, die vierte Jahrestagung (2014) dem Verständnis der Bibel. Die fünfte Jahrestagung (2015) galt der prophetischen Dimension der biblischen Botschaft. In diesem Jahr (2016) wenden wir uns zum ersten Mal keinem biblischen, sondern einem geschichtlichen Thema zu: die Bedeutung der Reformation bzw. der reformatorischen Grunderkenntnisse Martin Luthers. Für das Jahr 2017 (28. April bis 2. Mai) haben wir uns folgendes Thema vorgenommen: Die Entstehung Gottes im Kind – christliche Erziehung und ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung. In den letzten Jahren beschränkt sich die Arbeit von Worthaus nicht mehr ausschließlich auf die großen Jahrestagungen. Worthaus ist mobil. So gab es z.B. in den Jahren 2012, 2013 und 2015 Gastauftritte beim “Freakstock-Festival”. Wir bieten auch zunehmend, über das Jahr verstreut, einzelne Vorträge oder Studientage an.

Die Arbeit von Worthaus ist auf ein sehr breites und enorm positives Echo gestoßen. Wir erhalten zahlreiche mündliche und schriftliche Rückmeldungen. Worthaus hat bis jetzt viele zehntausend Hörerinnen und Hörer gefunden, nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch in sehr vielen anderen Ländern, in denen es eine deutschsprachige Hörerschaft gibt. Bildungspolitisch dürfte die Arbeit von Worthaus ziemlich einzigartig in der Bundesrepublik sein. Wir freuen uns sehr darüber, dass eine zunehmende Zahl von Universitätsprofessoren bereit ist, Vorträge im Rahmen des Worthaus-Projekts zu halten. Im Grunde handelt Worthaus nach dem Motto Martin Luthers: „Das Evangelium gehört auf den Marktplatz“. Und der Marktplatz ist heute digital.

Alle näheren Informationen unter: www.worthaus.org.
Die Worthaus-Vorträge finden sich auch auch auf YouTubefacebook oder iTunes.

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